Monokultur, Landvertreibung und Repression

Es geht ums Land in Zentralamerika

Informations-Rundreise mit Giorgio Trucchi, Nicaragua (Korrespondent der Nahrungsmittelgewerkschaft REL-UITA). Er zeigt seinen aktuellen Film "Schrei nach Land" über die Vertreibung und den Widerstand von Kleinbauern in Bajo Aguan / Honduras.
Rund um den Globus nimmt die agroindustrielle Massenproduktion immer weiter zu. Von großen Agrarunternehmen werden auf dem Weltmarkt gefragte Produkte auf riesigen Flächen in Monokulturen produziert. In Mittelamerika sind dies vor allem Zuckerrohr und Palmöl, für deren Produktion Kleinbauern ihr Land verlieren. Besonders schlimm treibt es der Palmölkonzern Dinant des hondurenischen Industriellen Miguel Facusse, der sich mit allen Mitteln die fruchtbaren Flächen am Unterlauf des Rio Aguan aneignen will. In den letzten Jahren wurden 88 Kleinbauern, Gewerkschafts-vertreter und Rechtsanwälte ermordet, die sich für den Landbesitz der Kleinbauern einsetzten. Weitere Informationen...

Termine der Informations-Rundreise durch verschiedene Städte in Deutschland...

Konzepte für ländliche Entwicklung

Interview mit Ricardo Pereira von CIPRES (Zentrum für die Erforschung und soziale Entwicklung der ländlichen Regionen, Managua). Ricardo Pereira arbeitet seit vielen Jahren als Soziologe an der Erforschung und Begleitung von Programmen für bessere Entwicklungsmöglichkeiten der Bevölkerung in ländlichen Regionen. In den 1980er-Jahren war er Mitarbeiter des Agrarreformministeriums. Für wichtige Teile der sandinistischen Programme zur ländlichen Entwicklung (wie z.B. für das Null-Hunger-Programm) wurden die Konzepte von CIPRES entwickelt.

Im Interview beschreibt R. Pereira die Bandbreite der Aktivitäten zur Verbesserung der Lebenssituation in den ländlichen Regionen Nicaraguas. Zum Interview ....



Tödlicher Energiehunger

Zuckerrohr, Bioethanol und chronische Niereninsuffizienz

Die Agrotreibstoffe sind nur die Spitze des Eisberges einer weltweiten Umstellung auf pflanzliche Produkte, um Erdölprodukte zu ersetzen. In immer mehr Ländern versucht die „Zuckerwirtschaft“ die in die Krise geratene Wirtschaft der fossilen Brennstoffe abzulösen – mit teilweise dramatischen Folgen. In der „Zuckerregion“ Nicaraguas wurde die Krankheit der Zuckerarbeiter - chronisches Nierenversagen – zur häufigsten Todesursache.

Informationen und Hintergründe zu Zuckerrohr, Bioethanol und die Auswirkungen der Produktion auf Arbeiter und ihre Familien finden Sie hier.

Film über Zuckerrohrarbeiter

Einen kurzen Film (in spanischer Sprache) über die an chronischer Niereninsuffizienz leidenden Zuckerrohrarbeiter finden sie hier. zum Film auf YouTube

Kampagne gegen giftigen Zuckeranbau und Agrotreibstoffe geht weiter - Infos

"Mehr als nur ein bisschen fair!"

10 Jahre Heidelberger Partnerschaftskaffee

Erika, Stipendiatin und KaffeebäuerinFairer Kaffeehandel, wie er eigentlich sein sollte. Der Heidelberger Partnerschaftskaffee zeigt die Schwerpunkte seiner Arbeit in den 10 Jahre seines Bestehens. Infos zu Projektförderung, Kaffeequalität und FairTrade. Mit vielen Fotos und Grafiken - Sehen sie selbst unter www.fair-bedeutet-mehr.de


Honduras - Bajo Aguan

Bajo Aguan ist das Gebiet mit den stärksten Repressionen in Honduras. Hier versucht der Agrarunternehmer Miguel Facussé mit seinem Unternehmen Corporación Dinant eine riesige Produktionsfläche für Ölpalmen durchzusetzen - auf Kosten der vielen Kleinbauern in der Region. Ein Doku-Film bei Alba TV über Bajo Aguan


Nicaragua - ein besonderes Reiseland

Immer mehr Leute entdecken den Reiz des mittelamerikanischen Landes. Vor allem für Individualreisende bietet Nicaragua vieles: Vulkane, Natur, Meer, eine interessante Geschichte und freundliche Menschen. Tourismus zum Vorteile für die normalen Menschen im Land hat hier Chancen zur Verwirklichung - wenn man die richtigen Ziele ansteuert. Infos finden Sie in unserem Online-Reiseführer, der inzwischen zwar in die Jahre gekommen ist, aber immer noch die interessantesten Ziele im Land nennt. Wenn Sie ein Mitteilungen zu einzelnen Punkten aus dem Reiseführer haben, schreiben Sie uns. Änderungen und Ergänzungen nehmen wir gerne auf.

Eine neue Nicaragua-Karte finden Sie bei www.mapas-naturismo.com


Die Homepage des Kooperativenverbundes SOPPEXCCA

Der Kooperativenverbund (UCA) ist ein positives Beispiel der Selbstorganisation.
Hier finden Sie aktualle Informationen zur Arbeit unserer Projektpartner Soppexcca, einem Zusammenschluss von Kaffeekooperativen in Jinotega/Nicaragua. Weiter...


Aktuelle Infos, Veröffentlichungen


Titelseite Nicaragua Aktuell 2 - 2012

Nicaragua Aktuell Dez. 2012

Jetzt neu erschienen: Das Nicaragua Aktuell Dezember 2012
mit den Themen

Perspektiven der Solidarität
Bessere Lebensperspektiven auf dem Land - Programm zur ländlichen Entwicklung
Vom Zuckerrohr zum Palmöl - Vertreibung von Kleinbauern
S. 17 Informationen und Berichte aus verschiedenen Projekten
Aktuelle Projektförderung

Zum Inhaltsverzeichnis

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Frühere Ausgaben des Nicaragua Aktuell

Widerstand gegen Assoziierungs-abkommen der EU mit Mittel- und Lateinamerika

Im Rahmen der Kampagne gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Kolumbien und Peru gibt es eine Unterschriftenaktion, die sich an die Mitglieder des EU-Parlaments richtet. Im Ausschuss für internationalen Handel (INTA) wird im September über die geplanten Abkommen debattiert und entschieden. Unter dem Link http://www.fta-eu-latinamerica.org/sistema/?Lang=4 gibt es die Möglichkeit, Briefe an die zuständigen Abgeordneten des EU-Parlaments zu richten und sich damit gegen alle beiden Abkommen oder auch gegen einzelne Abkommen auszusprechen. Bitte unterstützt diese Aktion.Zur Unterschriftenaktion


Die nächsten Veranstaltungen:

Sommerpause


Timm Schützhofer

Nicaragua: Neue Wege in Sozialpolitik und ländlicher Entwicklung?

Das Programa Productivo Alimentario der Regierung Ortega.

Seit Anfang 2007 wird Nicaragua wieder von Daniel Ortega und der FSLN regiert. Trotz weit verbreiteter Skepsis auch innerhalb der Nicaragua-Solidaritätsbewegung, erhoffte man sich zumindest einige soziale Verbesserungen. Das vorliegende Working Paper beschäftigt sich mit der Politik der FSLN in den Bereichen Sozialpolitik und ländliche Entwicklung. Dabei wird insbesondere das unter dem Namen ‚Hambre Cero’ (Null Hunger) bekannt gewordene Programa Productivo Alimentario (PPA) genauer untersucht und im Kontext des sich wandelnden nicaraguanischen Wohlfahrtsregimes diskutiert. Die Analyse des Programms schließt an eine zusammenfassende Darstellung der Sozialpolitik der Regierung Ortega an. Es wird aufgezeigt inwiefern sich der soziale Regierungsdiskurs, der u.a. die Bedeutung kleinbäuerlicher sowie in Kooperativen organisierter landwirtschaftlicher Produktion betont, tatsächlich in eine sozialere Politik umsetzt.

pdf-Datei zum Download (1,2 mb) unter http://www.international.uni-kassel.de/de/pdf/pdf_11/OWP_TS_vollvers.pdf

Titelblatt
OneWorld Perspective Working Paper

Der neue Sandinismus in Nicaragua: Autoritärer Selbstbedienungsstaat oder neues Entwicklungsmodell?

Verschiedene Einschätzungen der aktuellen nicaraguanischen Regierung und der Entwicklungen in Nicaragua prägen den Umgang mit dem einstigen Solidaritätsobjekt. Kurz vor dem 30. Jahrestag der sandinistischen Revolution trafen sich im vergangenen Jahr alte und neue Akteure der Nicaragua-Kooperation in Kassel, um die an vielen Stellen gleichzeitig und noch nicht wirklich offen ausgetragene Debatte um die Einschätzung des aktuellen Sandinismus zumindest ein Stück voranzubringen. In dem nun vorliegenden Arbeitspapier sind wesentliche Positionen dieser Tagung zusammengefasst.
Sie finden dieses von Ivo Schnipkoweit und Timm Schützhofer herausgegebene Arbeitspapier zum Download auf den Seiten der Uni Kassel.
Rezension dazu
Viel Spaß beim Lesen!


Seit selbst Lidl und Mc Donalds irgendwie fair sein sollen ...
Heidelberger Partnerschaftskaffee
brauchen wir eine andere Definition für Entwicklungsförderung und Gerechtigkeit!
www.partnerschaftskaffee.de