Peinlichkeiten wurden vermieden

Die Einladung zum Runden Tisch der deutschen Kommunen mit Partnerstädten in Nicaragua

Nicht nur unser Bundespräsident plagt sich aktuell mit etwas unschönen Problemen in der Öffentlichkeit. Fast wäre es auch dem für den 30. Januar in Erlangen geplanten Runden Tisch der deutschen Kommunen mit Partnerstädten in Nicaragua so gegangen. Hier stand der einstige Vertreter der Friedrich-Naumann-Stiftung in Honduras (aktiv während des Putsches gegen Präsident Manuel Zelaya) auf der Rednerliste mit dem Thema "Städtepartnerschaften als Element der Förderung von Good Governance am Beispiel Nicaraguas".

Dass der Befürworter eines von allen ernsthaften Ländern verurteilten Putsches der geeignete Referent für Good Governance wäre, erschien uns nun doch nicht so ganz einleuchtend zu sein. Deshalb berichteten wir hier über die problematische Referentenwahl. Auf Seiten der Organisatoren wurde die Brisanz der Sache erkannt und Herr Lüth wird nach der uns vorliegenden Tagesordnung auch nicht mehr der Referent der Wahl sein. Auch das Thema änderte sich. Der Einsicht sei Dank.

Wer nun Interesse hat, sich über den Runden Tisch zu informieren oder daran teilzunehmen, hier finden Sie das Programm ...

Es bleibt zwar noch das Problem, dass durch den FDP-Minister Niebel ein Putschistenförderer wie Lüth ein nicht ganz unwichtiger Posten zugeschanzt wurde. Aber dafür können ja die Nicaragua-Städtepartnerschaften nichts. Das ist ein Problem von Good Governance in Deutschland.

12-01-2012