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NicaNotes ist ein Blog für Menschen, die zu Nicaragua arbeiten und/oder an Nicaragua interessiert sind, veröffentlicht vom NicaNotes (USA), einem Projekt der Allianz für globale Gerechtigkeit (AfGJ). Hier werden Nachrichten und Analysen aus dem Kontext der langen Geschichte des Nicaragua-Netzwerks in Solidarität mit der Sandinistischen Revolution veröffentlicht.

Deutsche Übersetzung Nicaragua-Forum HD e.V. - Das Nicaragua-Forum HD besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Positionen zu den aktuellen Entwicklungen in Nicaragua. Deshalb geben die übersetzten Artikel natürlich auch nicht die Meinung aller Mitglieder wieder.

Ausgabe vom 09-07-2026

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Rückgabe des gestohlenen Reichtums Venezuelas für einen vollständigen Wiederaufbau nach dem Erdbeben

NicaNotes
Von NicaNotes

NicaNotes würde sich freuen, wenn Sie die folgende von Sanctions Kill/Americas Without Sanctions initiierte Unterschriftenpetition zu Venezuela zu teilen und Sie und Ihre Organisationen selbst auch unterzeichnen.

Nach den verheerenden Erdbeben und im Hinblick auf einen vollständigen Wiederaufbau gilt es: „Es ist an der Zeit, Venezuela das zurückzugeben, was rechtmäßig Venezuela gehört.“ SanctionsKill/Americas Without Sanctions lädt internationale Solidaritätsaktivisten und -organisationen ein, die folgende Erklärung hier zu unterzeichnen und zu teilen.

Die Erklärung

Wir bekunden dem venezolanischen Volk unsere uneingeschränkte Solidarität und unser Beileid angesichts der menschlichen Tragödie, die durch die beiden Erdbeben vom 24. Juni 2026 verursacht wurde. Wir begrüßen die Nothilfe zur Rettung der unter den Trümmern Verschütteten und zur Versorgung der überlebenden Opfer.

Diese Naturkatastrophe kommt hinzu zur US-Invasion und Entführung des Präsidenten im Januar, zu monatelangen außergerichtlichen Tötungen in den Hoheitsgewässern Venezuelas, zu jahrelangen tödlichen US-Sanktionen und zum Diebstahl venezolanischer Vermögenswerte im Ausland.

Damit Venezuela sich von dieser Katastrophe erholen und wieder aufbauen kann, fordern wir von den Vereinigten Staaten:
  1. die vollständige und dauerhafte Aufhebung aller Sanktionen gegen Venezuela;
  2. die Öl-Einnahmen Venezuelas an die venezolanische Regierung zurückzugeben;
  3. alle im Ausland befindlichen Vermögenswerte Venezuelas freizugeben – einschließlich Milliarden in Gold und anderen Währungen, die bei der Bank of England und anderswo hinterlegt sind;
  4. Präsident Nicolás Maduro und First Lady Cilia Flores aus dem US-Gefängnis zu befreien, in dem sie illegal als politische Gefangene festgehalten werden; und
  5. davon abzusehen, die Katastrophenhilfe als Vorwand für eine militärische Besetzung zu nutzen.

Die vorgetäuschte Freundschaft der US-Regierung gegenüber Venezuela klingt unglaubwürdig, nachdem jahrelange US-Sanktionen und militärische Aggressionen mehrere Zehntausend Todesopfer gefordert haben. Die US-Hilfe für den Wiederaufbau wird verschwindend gering sein im Vergleich zu dem massiven Raubzug, den die USA durch Vermögensdiebstahl und Sanktionen gegen das Land verübt haben. Was Venezuela für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben braucht, ist die Rückgabe der Milliarden Dollar, die die US-Regierung und ihre Verbündeten gestohlen haben.

Es ist an der Zeit, Venezuela das zurückzugeben, was dem Land rechtmäßig gehört.

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Unterzeichnen Sie als Einzelperson oder als Organisation hier. Auf Spanisch hier. Hilfsspenden können über Code Pink hier und/oder über Fundalatin getätigt werden, indem Sie eine E-Mail an fundalatin@gmail.com schreiben.

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Kurzmeldungen aus Nicaragua vom 09-07-2026

Von Nan McCurdy

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Anstieg der Währungsreserven

Die Brutto-Währungsreserven (GIR) der Zentralbank stiegen um 1,1 Milliarden US-Dollar und erreichten zum Quartalsende einen Rekordwert von 9,4 Milliarden US-Dollar, was einer Deckung der Importe von Waren und Dienstleistungen für neun Monate entspricht – im Vergleich zu 6,9 Monaten im März 2025. Infolge dieser starken Entwicklung verzeichnete die Zahlungsbilanz einen Leistungsbilanzüberschuss von 939 Millionen US-Dollar – mehr als doppelt so viel wie der Überschuss von 362 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2025 – sowie ein positives Ergebnis in der Kapitalbilanz in Höhe von 776,1 Millionen US-Dollar. (Informe Pastran, 3. Juli 2026)

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Menschenwürdiger Wohnraum und Märkte

In der ersten Phase des San-Martín-Projekts im Rahmen des Bismarck-Martínez-Wohnungsprogramms in Managua wurden bereits fast 70 Wohnungen gebaut; weitere Phasen sind für die kommenden Jahre geplant. Die Zentralregierung stellt die Wohnungen über das INVUR (Nicaraguanisches Institut für städtischen und ländlichen Wohnungsbau) und die Gemeinden bereit, während die Begünstigten das Grundstück beisteuern. Darüber hinaus befindet sich der Bau des neuen Trakts des städtischen Marktes von Managua nun in der dritten Phase; es handelt sich um ein modernes zweistöckiges Gebäude, das die alte, baufällige Infrastruktur im Stadtzentrum ersetzen wird. Der neue Markt wird eine bessere Versorgung der Bevölkerung und der Erzeuger ermöglichen. (Informe Pastran, 2. Juli 2026)

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Nicaragua nimmt an der Abschiedsfeier für Ayatollah Ali Khamenei teil

Co-Präsidentin Rosario Murillo kündigte am 2. Juli die Ankunft einer offiziellen Delegation in Teheran an, die an den für den 3. Juli geplanten staatlichen Abschiedsfeierlichkeiten, der Beisetzung und der Trauerfeier für Ayatollah Ali Khamenei teilnehmen wird. Die nicaraguanische Delegation setzt sich zusammen aus Valdrack Jaentschke, Co-Außenminister; der Bürgermeisterin von Managua, Reyna Rueda; Douglas Lara Bustamante, Präsident des Nationalen Studentenverbands von Nicaragua (UNEN); sowie Ramón Moncada Colindres, Nicaraguas Botschafter im Iran. (Informe Pastran, 2. Juli 2026)

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Beschlagnahmung von 132 Paketen Kokain in der Nähe von El Viejo

In einer Pressemitteilung vom 2. Juli berichtete die Direktion für Öffentlichkeits- und Außenbeziehungen der nicaraguanischen Armee, dass die Seestreitkräfte und das Kommando für Spezialeinsätze „General Pedro Altamirano“ im Rahmen ihrer „Containment-Wall-Strategie“ vier Säcke mit insgesamt 132 Paketen Kokain beschlagnahmt hätten. Die Beschlagnahmung erfolgte sieben Kilometer südlich der Ortschaft Mechapa im Departement Chinandega. Das Kokain wurde von drei Personen an Bord eines Bootes vom Typ „Panga“ mit dem Namen „Jesucristo Viene Pronto“ von Süden nach Norden transportiert; zwei von ihnen wurden festgenommen, während eine Person bei einem Schusswechsel flüchtete. Zudem wurden ein AKM-Gewehr und Munition sowie ein Außenbordmotor beschlagnahmt. Die Festgenommenen, die Drogen, die Waffe, die Munition und das Boot mit seinem Motor wurden den zuständigen Behörden übergeben. Siehe Fotos: https://www.el19digital.com/articulos/ver/179012-incautacion-de-droga-al-narcotrafico (El 19, 2. Juli 2026)

Küstenstraße ermöglicht Zugang zu 62 Stränden an der Pazifikküste

Die sandinistische Regierung weihte am 2. Juli über das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur den fünften Abschnitt der Küstenstraße ein – eine 30 Kilometer lange Strecke, die Tupilapa im Departement Carazo mit Masachapa im Departement Managua verbindet. Diese Eröffnung markiert einen Meilenstein in der nationalen Entwicklung und ist aufgrund ihrer historischen Bedeutung die Top-Nachricht der Woche, da sie jahrzehntelange Hoffnungen der Gemeinden entlang der Pazifikküste erfüllt.

Sie bringt Nicaragua auf den Weg in eine Zukunft voller Wohlstand, Integration und Nachhaltigkeit. Mit diesem neuen Abschnitt sind nun insgesamt 119 Kilometer in der ersten Phase der „Costanera“ fertiggestellt, die sich nun von El Naranjo an der Grenze zu Costa Rica bis nach Masachapa erstreckt.

Das Projekt verbindet die Departements Rivas, Carazo und Managua, erleichtert den Zugang zu 62 Stränden an der südpazifischen Küste und kommt mehr als 1,8 Millionen Nicaraguanern zugute. Während der Einweihungsfeier unter dem Vorsitz von Verkehrsminister Óscar Mojica wurden die vielschichtigen Auswirkungen dieser „Straße zum Wohlstand“ hervorgehoben. „Die Küstenstraße verbessert die Rahmenbedingungen für in- und ausländische Investitionen. Mit diesem neuen Projekt unserer Co-Präsidenten Daniel und Rosario schreiten wir gemeinsam mit dem nicaraguanischen Volk auf dem Weg zur nachhaltigen menschlichen Entwicklung und zum Gemeinwohl voran“, erklärte Mojica. Die Küstenstraße ist nicht nur ein Fortschritt in der Straßeninfrastruktur, sondern auch ein Vorbild für den Erhalt und Schutz der Umwelt. Der Bau umfasste 44 Wildtierübergänge – davon vier Tunnel –, die Anpflanzung von 577.000 einheimischen Bäumen sowie 646.000 Quadratmeter grasbewachsene Flächen. Darüber hinaus wurden 60 neue Brücken und Durchlässe fertiggestellt, wodurch die seit langem bestehenden Probleme mit Überschwemmungen und Straßensperrungen aufgrund von über die Ufer tretenden Flüssen in der Region endgültig gelöst wurden. (Informe Pastran, 3. Juli 2026)

Nicaragua fordert Respekt für Kuba und ein Ende aller Drohungen

Der Vertreter Nicaraguas bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Jaime Hermida, erklärte am 7. Juli, dass die Wirtschaftsblockade gegen Kuba eine anachronistische, unrechtmäßige, grausame und unmenschliche Politik darstelle, die gegen die Gründungsprinzipien der multilateralen Organisation verstoße. Er forderte die internationale Gemeinschaft nachdrücklich auf, die Verhängung dieser Maßnahmen zu verhindern, die das Recht kleiner Staaten auf Entwicklung und Selbstbestimmung verletzen.

Trotz der Versuche der US-Delegation, eine Diskussion über die Notwendigkeit der Beendigung der von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade zu verhindern, fand die Debatte die Unterstützung von 136 Staaten, bei nur neun Gegenstimmen und 30 Enthaltungen. Hermida erklärte, dass sich Nicaragua den Erklärungen der Vertreter Uruguays (im Namen der G77 plus China), Ugandas (im Namen der Bewegung der Blockfreien Staaten) und Eritreas (im Namen der Gruppe der Freunde zur Verteidigung der Charta der Vereinten Nationen) anschließe.

Der nicaraguanische Vertreter wies darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft jedes Jahr bekräftigt habe, dass diese anachronistische, ungerechte, illegale und unmenschliche Politik einen eklatanten Verstoß gegen die Ziele und Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, das Völkerrecht und das Recht auf Entwicklung darstelle. Er fügte hinzu, dass die Blockade einen dem kubanischen Volk auferlegten Wirtschafts-, Energie-, Medien- und politischen Krieg darstelle, eine kollektive Bestrafung einer würdevollen und heldenhaften Nation. Der Diplomat erklärte, dass durch den Entzug von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Strom, Treibstoff, Transportmitteln, Finanzmitteln und legitimen Möglichkeiten zur Ausübung seines Rechts auf Entwicklung das Ziel verfolgt werde, den Willen eines Volkes zu brechen, das seit mehr als sechs Jahrzehnten der Welt seine hohen Werte der Würde vor Augen geführt habe.

Ebenso verurteilte Nicaragua die Drohungen und die Möglichkeit einer militärischen Aggression gegen Kuba. Botschafter Hermida sagte: „Wir lehnen jede Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die Republik Kuba ab.“ Er erklärte, dass Kuba niemanden bedrohe. „Kuba rettet Leben, bildet Ärzte aus und teilt Wissenschaft, Kultur, Bildung, Gesundheitsversorgung und solidarische Zusammenarbeit mit den Völkern des Globalen Südens. Kuba war, ist und wird auch weiterhin eine moralische, kulturelle, wissenschaftliche und auf Solidarität basierende Macht sein“, stellte er fest.

„Jede militärische Aktion hätte schwerwiegende Folgen für die regionale und internationale Stabilität und würde einen direkten Verstoß gegen die Erklärung Lateinamerikas und der Karibik als Friedenszone darstellen, die Dialog, Zusammenarbeit, gegenseitigen Respekt, die friedliche Beilegung von Streitigkeiten und die uneingeschränkte Anerkennung der souveränen Gleichheit aller Staaten fordert“, erklärte Hermida. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, verantwortungsbewusst zu handeln, jede Eskalation der Aggression abzulehnen und das Recht der Völker Lateinamerikas und der Karibik auf ein Leben in Frieden, Sicherheit, Stabilität und Würde zu verteidigen. (La Primerisima, 7. Juli 2026)

Abkommen mit Costa Rica zur Bekämpfung von Malaria unterzeichnet

Der stellvertretende Gesundheitsminister Dr. Carlos Sáenz gab am 3. Juli die Ratifizierung eines binationalen Abkommens mit Costa Rica bekannt, das darauf abzielt, die epidemiologische Überwachung zu verstärken und gemeinsame Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit in der Grenzregion zu koordinieren, um die Übertragung von Malaria einzudämmen. „Im Geiste der guten Nachbarschaft, den unsere Führung – unsere Ko-Präsidenten Daniel und Rosario – unter Beweis gestellt hat, wurden wir angewiesen, dieses binationale Abkommen zu ratifizieren, um auf die Ausrottung der Malaria hinzuarbeiten und langfristige Nachhaltigkeit zu gewährleisten, damit ein erneutes Auftreten verhindert wird“, erklärte der Beamte. Das ursprüngliche Abkommen wurde am 9. April 2021 unterzeichnet. Dr. Sáenz erklärte, dass der Klimawandel zwar zu einem weit verbreiteten Anstieg der Malariafälle in ganz Amerika geführt habe, das nicaraguanische Gesundheitssystem jedoch äußerst positive Ergebnisse zeige.

Er betonte, dass die von Nicaragua umgesetzten dauerhaften Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit es ermöglicht hätten, von 2023 bis heute die Gesamtzahl der registrierten Malariafälle um drei Viertel zu reduzieren. Dieser drastische Rückgang ist das Ergebnis einer umfassenden Umsetzung des Modells für Familien- und Gemeindegesundheit, das intensive Kampagnen zur Beseitigung von Brutstätten, zur Rodung von überwachsener Vegetation, zum Einsatz von Larviziden und zum Versprühen von Insektiziden an kritischen Übertragungsherden umfasst, begleitet von umfassenden Aufklärungs- und Risikokommunikationskampagnen zur Prävention der Krankheit. Der Beamte wies darauf hin, dass eine der wichtigsten Säulen dieses Erfolgs im Bereich der öffentlichen Gesundheit die aktive Beteiligung von mehr als 9.000 ehrenamtlichen Helfern ist, die über das ganze Land verteilt sind, wobei der Schwerpunkt besonders auf Regionen mit der höchsten Inzidenz liegt, wie beispielsweise die Karibikküste, Las Minas, Zentral-Zelaya, Río San Juan und Alto Wangki. Er erklärte, dass diese Freiwilligen von ihren eigenen Wohnungen aus als kommunale Gesundheitsstationen fungieren und vom Gesundheitsministerium mit Sets und Material zur Entnahme von „Dickschmierstreifen“-Proben ausgestattet werden, ergänzt durch Schnelltests in den am schwersten erreichbaren Gemeinden. Diese vorbildliche Koordination zwischen dem Gemeinschaftsnetzwerk, den Gesundheitshelfern und staatlichen Institutionen habe Nicaragua eine prestigeträchtige internationale Anerkennung und Auszeichnung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingebracht, so Sáenz. In den verbleibenden malariafreien Gebieten führe das Netzwerk eine strenge Überwachung zur Eindämmung durch, fügte er hinzu. (La Primerisima, 7. Juli 2026) Um mehr über Nicaraguas Kampf gegen Malaria zu erfahren, klicken Sie hier.

Nicaragua – das am schnellsten wachsende Land im Jahr 2026

Nicaragua gilt für das Jahr 2026 als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Mittelamerika. Die Banco Central de Nicaragua (BCN) prognostiziert ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 3,5 % und 4,5 %. Hier sind die wichtigsten Triebkräfte und Fakten zur wirtschaftlichen Lage Nicaraguas:

  1. Offizielle BCN-Prognosen: Die Banco Central de Nicaragua prognostiziert, dass das BIP etwa 24,2 Milliarden US-Dollar erreichen wird, gestützt durch Zuwächse im Bergbau, im Baugewerbe und im Handel.
  2. Von Überweisungen getriebene Wirtschaft: Unabhängige Beobachter weisen darauf hin, dass ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivität und Stabilität des Landes auf den Boom bei den Familienüberweisungen zurückzuführen ist. Fitch Ratings schätzt, dass diese Zuflüsse mittlerweile fast 27 % des BIP des Landes ausmachen.
  3. Regionales Ranking: Prognosen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) stufen Nicaraguas Wirtschaft als eine der dynamischsten in Mittelamerika ein, obwohl weiterhin äußerer Druck und Sanktionen bestehen.

Im Jahr 2026 übertrifft Nicaragua den lateinamerikanischen Durchschnitt und zählt zu den Spitzenreitern beim Wirtschaftswachstum in Mittelamerika. Während für die Region Lateinamerika und Karibik insgesamt ein Wachstum von nur 2,1 % prognostiziert wird, liegt Mittelamerika mit durchschnittlich 3,6 % darüber. Mit einem prognostizierten Wachstum von 3,5 % bis 4,5 % steht Nicaragua an der Spitze dieses regionalen Aufschwungs.

Wesentliche Unterschiede im Wirtschaftsmodell Nicaraguas:

  1. Der Schuldenvorteil: Nicaragua hält seine Staatsverschuldungsquote bei knapp 40 % seines BIP. Dies ist eine der niedrigsten Quoten in Mittelamerika, was dem Land eine bessere finanzpolitische Stabilität verschafft als hoch verschuldeten Nachbarn wie El Salvador oder Costa Rica.
  2. Makroökonomisches Paradoxon: Im Gegensatz zu Costa Rica oder Panama, die auf hohe ausländische Direktinvestitionen (ADI) und multinationale Konzerne angewiesen sind, wird das Wachstum Nicaraguas stark durch Binnenfaktoren und Überweisungen der Diaspora angetrieben. Rekordhohe Überweisungen beflügeln den inländischen Konsum und gleichen das aufgrund der politischen Isolation gesunkene Investorenvertrauen aus.

Links zu Informationsquellen:
https://www.bcn.gob.ni/
https://www.worldometers.info/es/pib/pib-nicaragua/#google_vignette
https://forbescentroamerica.com/2026/07/07/nicaragua-mantiene-crecimiento-economico-impulsado-por-construccion-y-comercio/
https://www.fitchratings.com/research/sovereigns/fitch-affirms-nicaragua-at-b-outlook-stable-07-05-2026
https://openknowledge.worldbank.org/entities/publication/43f0d5df-af73-4b7c-9e37-671b43ded0a6
https://www.imf.org/en/countries/nic
https://www.centralamericaeconomicreview.com/economic-articles/nicaragua-assessment-2026
https://www.centralamericaeconomicreview.com/economic-articles/nicaragua-stability-without-transformation
https://www.worldbank.org/ext/en/country/nicaragua
https://www.centralamericaeconomicreview.com/economic-articles/central-america-economic-review-2026-regional-economic-analysis
https://www.worldeconomics.com/GDP/Nicaragua.aspx
https://www.investmentmonitor.ai/features/investors-guide-to-central-america/?cf-view
https://www.nortonrosefulbright.com/en/knowledge/publications/1e7b0a75/renewable-energy-in-latin-america-central-america


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