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NicaNotes ist ein Blog für Menschen, die zu Nicaragua arbeiten und/oder an Nicaragua interessiert sind, veröffentlicht vom NicaNotes (USA), einem Projekt der Allianz für globale Gerechtigkeit (AfGJ). Hier werden Nachrichten und Analysen aus dem Kontext der langen Geschichte des Nicaragua-Netzwerks in Solidarität mit der Sandinistischen Revolution veröffentlicht.

Deutsche Übersetzung Nicaragua-Forum HD e.V. - Das Nicaragua-Forum HD besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Positionen zu den aktuellen Entwicklungen in Nicaragua. Deshalb geben die übersetzten Artikel natürlich auch nicht die Meinung aller Mitglieder wieder.

Ausgabe vom 16-07-2026

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Nicaragua und internationale Solidarität: Zeugnisse der Solidarität mit der sandinistischen Revolution in Nicaragua aus den USA, Großbritannien und Irland

In Gedenken an Chuck Kaufman und Kevin Zeese

NicaNotes
Von Stephen Sefton

[Stephen Sefton ist eingebürgerter nicaraguanischer Staatsbürger, Autor und Sozialarbeiter und lebt seit 1994 in Nicaragua. Neben der Koordination des Online-Portals „Tortilla con Sal“ seit 2008 unterstützt er seit 1996 Bildungs- und Gesundheitsprogramme in und um Estelí, wo er lebt. Dieser Artikel wurde erstmals am 22. Juni 2026 von „Tortilla con Sal“ veröffentlicht.]


Brian Willson und Dan Kovalik stehen vor einem Porträt von Augusto C. Sandino.

Revolutionäre Kämpfe auf der ganzen Welt haben bei den Volksbewegungen der westlichen kapitalistischen Länder schon immer Bewunderung und Unterstützung hervorgerufen. Die authentische progressive Meinung im Westen verteidigt die Ideale der Gleichheit unter den Menschen, der Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit unter den Nationen, der Nichtangriffspolitik und der Selbstbestimmung von Völkern. Aus der Perspektive der antidemokratischen herrschenden Eliten des Westens stellen revolutionäre Prozesse jedoch eine doppelte Bedrohung dar. Erstens stellen sie die mächtige politische und wirtschaftliche Vorherrschaft der westlichen Unternehmens- und Finanzeliten über die Mehrheitsländer der Welt in Frage. Zweitens bieten erfolgreiche Revolutionen Modelle für eine gerechtere Gesellschaft, die den Bestrebungen und Bedürfnissen der Mehrheit entspricht und nicht den kleinlichen Interessen einer kleinen, gierigen Elite.

Im Falle der Vereinigten Staaten spaltete der Triumph der sandinistischen Volksrevolution im Jahr 1979 die öffentliche Meinung in jenem Teil des Landes, der den Ausgang des Aufstands in Nicaragua verfolgte. Während die reaktionärsten Kreise die Barbarei der Somoza-Diktatur unterstützten, herrschte unter den liberalen und progressiven Kreisen Einigkeit darüber, deren Sturz zu befürworten. Der Amtsantritt des antikommunistischen Fanatikers Ronald Reagan als US-Präsident im Januar 1981 läutete eine neue reaktionäre Politik ein, die gegenüber den revolutionären Bewegungen Lateinamerikas zunehmend aggressiver wurde. Für Mittelamerika bedeutete dies eine Verschärfung der nordamerikanischen Militärintervention in der Region, die in Nicaragua die Form eines grausamen Terrorkriegs gegen die Bevölkerung des Landes annahm, begleitet von einer sadistischen Wirtschaftsblockade.

Im öffentlichen Leben Nordamerikas und Europas war in jener Zeit der politische und mediale Raum – in dem begrenzten Umfang, der innerhalb der damaligen westlichen Oligarchien möglich war – wesentlich größer als heute. In den 1980er Jahren konnte die internationale Solidaritätsbewegung mit Nicaragua und seiner sandinistischen Volksrevolution politische Prozesse und die Meinungsbildung in einem Maße beeinflussen, wie es seit nunmehr mehr als dreißig Jahren zunehmend weniger möglich ist. Und gerade in dieser Zeit des Krieges in Nicaragua blühte die Solidarität in weiten Teilen des progressiven Sektors der nordamerikanischen und europäischen Gesellschaft auf.

Brian Willson ist das unvergleichliche Beispiel für die Liebe zu Nicaragua und seiner Revolution, die durch die internationale Solidarität zum Ausdruck kam. In diesem Jahr erklärte Brian vor der nicaraguanischen Nationalversammlung, wie seine Erfahrungen in Vietnam und Nicaragua ihm halfen, die Angst vor der Angst zu verlieren, und bemerkte: „Das ist kein Heldentum. Es bedeutet, dem Mitgefühl des eigenen Herzens zu folgen. Für mich sind also die Menschen in Nicaragua heldenhaft, ebenso wie die Menschen in Vietnam. Das hat mich inspiriert, mich ihnen im Kampf gegen den von den Vereinigten Staaten angeführten westlichen Imperialismus anzuschließen.“ Brians Empfinden teilen viele internationale Solidaritätsaktivisten, die Nicaragua während des von Präsident Reagan verhängten Terrorkriegs kennengelernt haben und es geschafft haben, diese Liebe zu Nicaragua an neue Generationen junger Menschen in ihren jeweiligen Ländern weiterzugeben.

Politische Inspiration

Der renommierte Anwalt und Friedensaktivist Dan Kovalik, der 1987 im Alter von 19 Jahren nach Nicaragua kam, schrieb: Ein „Zeuge des Mutes und der Beharrlichkeit des nicaraguanischen Volkes angesichts des unerbittlichen Terrorkriegs der USA gegen das Land zu sein, inspiriert mich bis heute.“ Dr. Arnold Matlin, der Nicaragua seit über 40 Jahren unermüdlich unterstützt, erinnert sich: „Meine erste Reise nach Nicaragua fand im Januar 1988 während des Contra-Kriegs statt. Ich erlebte Nicaragua als ein Land, das darum kämpfte, seine Unabhängigkeit gegen eine Armee von US-unterstützten Söldnern zu bewahren. Ich beschloss damals sofort, dass Nicaragua ein Land war, das ich als meine zweite Heimat bezeichnen wollte.“

Jeffrey Higgins verfolgte schon von Kindesbeinen an die Entwicklung des revolutionären Kampfes der Sandinisten und den Terrorkrieg gegen das nicaraguanische Volk und bemerkt: „Das Beispiel der Sandinisten hatte mich tief geprägt, und ich dachte, ich sollte mehr tun. In meinem Fall kam der entscheidende Moment 1987, als ich in El Salvador als internationalistischer Mitarbeiter bei der FMLN tätig wurde. So wie das Beispiel Kubas für viele eine Inspiration war, sich zu engagieren und Stellung zu beziehen, war und ist es die sandinistische Revolution, die mich inspiriert hat.“ Für fast alle Aktivisten der internationalen Solidaritätsbewegung ist das Beispiel des Engagements für die menschliche Entwicklung nicaraguanischer Familien untrennbar mit dem eindrucksvollen Beispiel der Verteidigung der souveränen nationalen Würde Nicaraguas verbunden.

Barbara Larcom berichtet von ihrem Besuch in Nicaragua im Jahr 1989, als sie San Juan de Limay besuchte und im Haus einer Familie wohnte, die kurz zuvor durch einen Terroranschlag aus ihrer Heimat vertrieben worden war. „Die Stimmung, die ich damals bei fast allen spürte, war Hoffnung und Entschlossenheit – dass sie gemeinsam daran arbeiteten, ein Land zu schaffen, in dem sich die Menschen umeinander kümmerten und sich dafür einsetzten, die Bedürfnisse aller zu erfüllen. Am 19. Juli nahmen wir in Managua an den Feierlichkeiten zum zehnten Jahrestag des Triumphs teil, mit Menschenpyramiden und Tänzen zu lauter revolutionärer Musik sowie einer mitreißenden Ansprache von Präsident Ortega. Die Energie und Begeisterung waren ansteckend, und ich verliebte mich für immer in das Land und seine Menschen.“

Ebenso erinnert sich Susan Lagos: „… als ich 1987 mit ‚Maestros por la Paz‘ nach Nicaragua kam, verliebte ich mich in die Nicaraguaner und ihren Revolutionsgeist, ihre unerschrockene Verteidigung gegen das US-Imperium, das versucht hat, Nicaragua und seine Ressourcen zu kontrollieren, während es der Mehrheit der Nicaraguaner ihre Grundrechte auf Bildung, Wohnraum, Gesundheitsversorgung und angemessene Löhne für ihre Arbeit vorenthält.“

Kathy Hoyt lebte bereits vor dem Sieg der Revolution im Jahr 1979 in Matagalpa. Sie arbeitete als Freiwillige und kümmerte sich um viele unterernährte Kinder. Sie erinnert sich, dass damals mehr als 60 % der Kinder in Nicaragua an Unterernährung litten. Kathy berichtet: „Nachdem die Revolution 1979 gesiegt hatte, arbeitete ich als Gesundheits- und Sozialarbeiterin im örtlichen ‚Centro de Desarrollo Infantil Frank Sevilla‘. Dort wog und maß ich die Kinder jeden Monat und beobachtete, wie sie sich von der Unterernährung erholten. In diesen ersten Jahren der Revolution wurde die Unterernährung bei Kindern praktisch beseitigt, wie mein Mann, ein Kinderarzt, sagte. Jeder, der lernen wollte – Kinder wie Erwachsene –, lernte auch.“

Nan McCurdy, die 1985 zum ersten Mal nach Nicaragua kam und mehr als drei Jahre lang in San Juan de Limay lebte, sagt: „Ich unterstütze die Regierung der Versöhnung und der nationalen Einheit, weil sie der Welt ein Beispiel dafür gibt, was es bedeutet, eine souveräne Nation zu sein, eine antiimperialistische Nation. Dieses Beispiel zu sehen, ist besonders wichtig für kleine Länder, die noch immer unter der Knute der Vereinigten Staaten stehen.“

Der irische Hochschullehrer Aaron Kelly schreibt: „Die sandinistische Revolution hat mich schon immer inspiriert – wegen ihrer Grundprinzipien und ihrer Ethik, wegen ihres Volkes als Verkörperung dieser Werte und wegen ihrer revolutionären Taten und Errungenschaften, die den politischen Ausdruck dieser Werte darstellen – Werte, die trotz der schrecklichen Gewalt, die der Imperialismus und seine Handlanger dem nicaraguanischen Volk zugefügt haben, heldenhaft hochgehalten wurden. Das nicaraguanische Volk wurde kollektiv bestraft, weil es tapfer gegen Kolonialismus und Imperialismus gekämpft hat und eine Gesellschaft aufbaut, die eine Alternative zum Neoliberalismus bietet. Ein so würdevolles und heldenhaftes Volk wie die Sandinisten verdient uneingeschränkten Respekt und Solidarität … Der antiimperialistische Kampf ist die gerechteste Sache, die dringlichste und notwendigste Sache unserer Zeit, und ich bin froh, dass wir an Sandino erinnern können, dass der Kampf weitergeht und dass Nicaragua an vorderster Front dieses Kampfes steht.“

Der britische Songwriter Paul Baker, der international für seine Interpretationen des ermordeten chilenischen Sängers Víctor Jara bekannt ist, beschreibt seine Beweggründe für die Unterstützung der sandinistischen Revolution wie folgt: „Als reuiger Nutznießer des Imperiums der Weißen kam ich 1985 hierher, um den tapferen Kampf des nicaraguanischen Volkes – angeführt von der Frente – gegen alle Facetten und anhaltenden Folgen dieses kriminellen Unterfangens – sei es sozial, politisch, finanziell oder ökologisch – zu unterstützen. Ich bleibe aus genau denselben Gründen hier; vor allem aber, um als grenzüberschreitende Brücke zu dienen und die herausragende Arbeit der Frente in den Bereichen erneuerbare Energien, indigene Gebiete, Ernährungssouveränität, Genossenschaften, Geschlechtergleichstellung und vieles mehr bekannt zu machen. All dies verkörperte sich natürlich in der „Comuna“ und Sandinos noch in den Anfängen stehender Genossenschaftsbewegung. Für mich ist dies sein tiefgreifendstes revolutionäres Werk, das trotz seiner offensichtlich zunehmenden Relevanz für Menschen auf der ganzen Welt allzu oft übersehen wird, während die Menschheit langsam ernsthaft in der Hitze schmilzt und das sechste große Massensterben verheerende Auswirkungen hat.“

Die britische Pädagogin Alice Curteis lernte Nicaragua in den Jahren der neoliberalen Regierungen kennen. „Ich besuchte Nicaragua zum ersten Mal gegen Ende der Ära der neoliberalen Regierung, als Enrique Bolaños Präsident war. Die ländliche Gemeinde, die ich in den folgenden 15 Jahren gut kennenlernte, liegt ein paar Meilen außerhalb von Estelí. Damals gab es Kinder, die nicht zur Schule gehen konnten, weil ihre Familien sich keine Schuhe, keine Schuluniform, kein Schulmaterial und keine Rucksäcke leisten konnten. Arztbesuche waren kostenlos, Medikamente jedoch nicht. Manchmal konnten sich die Menschen nicht einmal ein einziges Schmerzmittel leisten. Außer Gelegenheitsarbeit auf dem Bau gab es kaum Beschäftigungsmöglichkeiten. Es gab weder fließendes Wasser noch Strom. Die Häuser waren fast alle einfache Holzkonstruktionen mit Lehmböden – und Zinkdächern, wenn die Familie sich diese leisten konnte. Bei meinem letzten Besuch Anfang 2018 konnte ich die Verbesserung der Lebensumstände der Menschen mit eigenen Augen sehen – fließendes Wasser und Strom, alle Kinder in der Schule mit einer täglich bereitgestellten kostenlosen Mahlzeit, ebenfalls kostenlose Hochschulbildung, kostenlose medizinische Versorgung, einige junge Erwachsene, die nun ihr Potenzial ausschöpfen können, indem sie Berufe wie Tierärzte, Apotheker und Rechtsanwälte ergreifen. Von Freunden und Verwandten vor Ort weiß ich, dass sich die Lage, seit sich die Dinge nach dem Putschversuch im Jahr 2018 wieder normalisiert haben, weiterhin zügig verbessert. So sind beispielsweise angemessene Wohnverhältnisse mittlerweile die Norm, und hohe Arbeitslosigkeit gehört der Vergangenheit an.“

Die Überwindung endloser psychologischer Kriegsführung

Während der 17 Jahre neoliberaler Misswirtschaft von 1990 bis 2007 leistete die internationale Solidarität mit Nicaragua wertvolle moralische Unterstützung und praktische Hilfe, um der ständigen psychologischen Kriegsführung der USA und ihrer Verbündeten entgegenzuwirken und die brüderlichen und schwesterlichen Beziehungen zwischen den Völkern aufrechtzuerhalten. Viele nordamerikanische Compañeras und Compañeros kämpften mit moralischer Standhaftigkeit, politischem Scharfsinn und besonnener Umsicht angesichts der ständigen Spaltversuche, die von illoyalen Ex-Sandinisten vorangetrieben wurden, welche einen erheblichen negativen Einfluss auf die ausländische Meinung ausübten.

Der britische Schriftsteller John Perry bemerkt: „Ich bin seit meiner ersten Reise nach Nicaragua im Jahr 1984 ein Unterstützer der sandinistischen Revolution, aber erst seit ich seit 2003 hier lebe, habe ich die tatsächlichen Vorteile der Revolution erkannt. Natürlich hatte das Land damals noch eine neoliberale Regierung, und die Vernachlässigung war überall offensichtlich … Nach der Rückkehr der Sandinisten an die Macht im Jahr 2007 setzten Verbesserungen fast sofort ein (zum Beispiel hatten die Stromausfälle rasch ein Ende). In der ländlichen Gemeinde, in der wir leben und die ein Jahr lang ohne Strom gewesen war, wurde die Versorgung mit Hilfe der Regierung wiederhergestellt, die Armut wurde durch Regierungsprogramme bekämpft, die Schule wurde verbessert und später wurde die unbefestigte Straße nach Masaya asphaltiert und die Wasserversorgung erneuert. Das nächstgelegene Gesundheitszentrum wurde modernisiert und ist nun täglich 24 Stunden geöffnet; außerdem erhält die Gemeinde Besuch von mobilen Gesundheitskliniken. Die Bandenkriminalität, unter der unsere Nachbarn in Mittelamerika leiden, wurde in Nicaragua nie zugelassen, weshalb es der sicherste Ort der Region ist, um dort zu leben oder ihn zu besuchen. Natürlich spiegelt dies die Auswirkungen der revolutionären Regierung wider, die im ganzen Land zu spüren sind, aber wenn man es selbst sieht, in der eigenen Gemeinde, wird es zu einer Errungenschaft, die – um jeden Preis – verteidigt werden muss.“

Die Ereignisse des Jahres 2018 zeigten die echte Solidarität von Hunderten internationaler Aktivisten mit authentischen revolutionären Prinzipien und einer aufrichtigen Liebe zu Nicaragua und der sandinistischen Revolution. Wie Stansfield Smith bemerkte: „Ich wusste genug, um zu erkennen: Wenn die Mainstream-Medien anfangen, eine Regierung oder ein Land anzugreifen, ist das der Auftakt zu einem ‚Regimewechsel‘, und die USA wollen nur in Ländern einen ‚Regimewechsel‘ herbeiführen, die fortschrittliche Programme umsetzen, ihre nationale Souveränität verteidigen und nicht unter der Knute des US-Imperiums stehen.“ Solidaritätsaktivisten erkennen ganz klar die unbestreitbare Realität des erfolgreichen Wandels Nicaraguas durch die sandinistische Volksrevolution unter der Führung von Comandante Daniel und Compañera Rosario.

Jill Clark-Gollub merkt an: „Nicaragua ist ein Beispiel für Würde und Humanismus in einer Welt, der es an menschlichen Werten mangelt; es ist eine Oase des Friedens und des Wohlstands in einer turbulenten Welt. Es ist ein Ort, an dem Frauen, junge Menschen, Bauern, Arbeiter sowie Menschen afrikanischer Herkunft und indigene Völker jeden Tag mehr Rechte erringen. Nicaragua blickt jedoch nicht nur nach innen, sondern erhebt seine Stimme auf der Weltbühne, um das zu verteidigen, was richtig ist.“

Der bekannte Schriftsteller und Friedensaktivist Roger Harris hat beobachtet: „Es ist ein wunderschöner Anblick, zu sehen, wie sich sandinistische Jugendliche durch das Singen revolutionärer Lieder mit einer Revolution verbinden, die deutlich älter ist als sie selbst. Es ist schwer, sich nicht in das Land der Seen und Vulkane zu verlieben. Für uns internationale Besucher ist Nicaragua eine Inspiration und eine Vision davon, wie eine gute Gesellschaft aussehen kann.“

Susan Lagos, die in Ciudad Darío lebt, bekräftigt: „Ich habe persönlich miterlebt, wie sich die Trümmer des Erdbebens von 1972 in Managua in eine wunderschöne, moderne Stadt mit Parks, Stadien und modernen Autobahnen verwandelt haben. Die ländliche Bevölkerung muss nicht mehr nach Managua reisen, um kostenlose Hochschulbildung und eine kostenlose, hervorragende Gesundheitsversorgung zu erhalten, da es in jedem Departement mehrere Universitäten und Krankenhäuser gibt. Jeder, der bei klarem Verstand ist, würde es vorziehen, hier in Frieden zu leben, anstatt in den USA, wo die öffentlichen Dienste in Trümmern liegen, die Kosten für Gesundheitsversorgung und Bildung exorbitant sind und die Menschen in Angst unter einer Regierung leben, die ständig Krieg führt und Schulden in Billionenhöhe hat!“

Die bekannte Schriftstellerin und Friedensaktivistin Gloria Guillo teilt Susans Ansicht. Gloria kommentiert: „Wenn mehr Menschen den Erfolg Nicaraguas verstehen würden, würden sie mehr von unserer eigenen Führung erwarten. Unsere Politiker haben keine Angst vor dem, was Nicaragua tut oder tun kann, sie haben Angst davor, dass wir erkennen, was Washington im Vergleich dazu zu Hause für uns versäumt. Unsere Politiker befürchten, dass wir lernen könnten, uns gegen die illegalen und unmoralischen Aktivitäten der Epstein-Klassen im In- und Ausland zu wehren. Deshalb nehmen sie Nicaragua ins Visier, um zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Das hält unser Volk im Dunkeln und macht es machtlos.“

In ähnlicher Weise erklärt Michael Boudreau, der in Carazo lebt: „Es wäre schwierig, eine andere Regierung zu finden, die so viel für ihr Volk getan hat wie die sandinistische Regierung Nicaraguas. Ich kann mir nichts Wichtigeres vorstellen, als die sandinistische Revolution und die derzeitige sandinistische Regierung zu fördern, zu unterstützen und zu verteidigen, denn sie repräsentiert das Beste von uns und darüber hinaus einen echten Widerstand gegen den US-Imperialismus.“

Viele der Compañeras und Compañeros der internationalen Solidaritätsbewegung begleiteten die nationalen Wahlen 2021. Rick Sterling von der Task Force on the Americas erinnert sich: „Im Jahr 2021 wurde ich eingeladen, die nationalen Wahlen in Nicaragua zu beobachten und zu ‚begleiten‘. Es war beeindruckend, die Protokolle, Abläufe und die Würde der großen Zahl nicaraguanischer Bürger zu beobachten, die stolz ihre Stimme abgaben. Das war während der Corona-Krise, und alle trugen eine Maske; der Ablauf verlief ruhig in einem sehr klaren und transparenten Prozess. Die Stimmzettel, die Wahlbeobachter sowie die männlichen und weiblichen Co-Leiter der Wahllokale – alle waren gelassen und übersichtlich. In jedem Wahllokal waren Vertreter verschiedener Parteien anwesend. Kurz gesagt: Ich habe eine klare und saubere Wahl beobachtet … Leider verzerren die US-Medien die Berichterstattung und verbreiten Lügen über jedes Land, das die USA nicht kontrollieren können. Es war mir eine Freude, einige Artikel zu verfassen, die den weit verbreiteten Fehlinformationen entgegenwirken. Vor kurzem habe ich eine andere Seite Nicaraguas kennengelernt. Im März dieses Jahres verbrachte meine Familie ihren Urlaub in Playa Majagual an der wunderschönen Pazifikküste. Wir verbrachten auch mehrere Nächte auf der Insel Ometepe. Beide Orte waren spektakulär. Mein Sohn, seine Frau und seine beiden Kinder hatten einen wunderbaren Urlaub … Nicaragua ist wunderschön, gastfreundlich und relativ sicher.“

In diesem Zusammenhang schwärmt der Moderator Craig „Pasta“ Jardula von der nicaraguanischen Küche. „… als Italo-Amerikaner kann ich ehrlich sagen, dass eines der besten italienischen Restaurants, in denen ich je gewesen bin, in Managua, Nicaragua, lag. Was mich am meisten beeindruckt hat, war, dass sie nicht alles auslagern. Ein Großteil der Lebensmittel stammte aus lokalem Anbau. Ich habe Carpaccio aus nicaraguanischem Rindfleisch gegessen, unglaubliche Hähnchen- und Pastagerichte sowie Desserts, die absolut erstklassig waren. Durchweg die Note 1+. Aber das war noch nicht alles. Als ich nach San Juan del Sur reiste, erlebte ich alle möglichen Arten von Essen auf hohem Niveau – von Shawarma-Lokalen, die einen echten Vorgeschmack auf das Mittelmeer vermittelten, über Pizzerien direkt aus dem Herzen Italiens bis hin zu traditionellen nicaraguanischen Frühstücken mit hausgemachtem Käse, frischen Eiern, köstlichem Reis und Bohnen sowie unglaublichen lokalen Aromen. Ich weiß, dass viele Menschen wegen des Surfens, der Strände und der Landschaft nach Nicaragua reisen. Aber wir müssen anfangen, mehr über das Essen zu sprechen, denn es verdient Anerkennung.“

Anhaltendes Engagement

Barbara Larcom teilt die Gefühle der Bewunderung und Zuneigung für Nicaragua und seine Revolution: „Ich lasse mich nach wie vor von der Hoffnung und Entschlossenheit der Sandinisten inspirieren, die die Beteiligung aller fördern, um ein Land aufzubauen, in dem die Menschen gedeihen und sich als Menschen entfalten können. Nicaragua ist großartig! Ich lebe in den Vereinigten Staaten, wo wir uns nach genau diesem Fortschritt sehnen – nach einer florierenden allgemeinen Gesundheitsversorgung und Bildung sowie nach Einheit unter den Menschen, begleitet von einem entschlossenen Plan zur Beseitigung der Armut, der derzeit umgesetzt wird. Das ist ein wunderschönes Vorbild für uns alle.“

Becca Renk lebt in Ciudad Sandino, wo sie sich seit mehr als 25 Jahren für Aktivitäten zur Gemeindeentwicklung einsetzt. Sie sagt: „Ich weiß nicht, ob ich die Erleichterung, die Hoffnung und den Stolz in Worte fassen kann, die man empfindet, wenn man einfach in einer Gesellschaft lebt, in der die Regierung den politischen Willen hat, sich um ihre Bevölkerung zu kümmern und die Armut zu bekämpfen. Allein schon hier in Nicaragua zu sein, ist für mich ein riesiger Paradigmenwechsel gegenüber meiner Erziehung im Imperium, und selbst ein Vierteljahrhundert später habe ich das Gefühl, noch so viel lernen zu müssen. Weit davon entfernt, Opfer zu bringen, empfinde ich es als Ehre, hier in diesem Land akzeptiert zu werden, und ich werde das niemals als selbstverständlich ansehen.“

Eine weitere herausragende Autorin und unermüdliche Aktivistin bei der Black Alliance for Peace, Margaret Kimberley, hat geschrieben: „… mit eigenen Augen zu sehen, dass ein sozialistischer Staat in dieser Hemisphäre existieren kann, in der sich fast jede Nation dem Willen der USA beugt, war wie ein Hauch frischer Luft. Der Besuch in Nicaragua hat meine Entschlossenheit gestärkt, gegen die Diktate des Kapitalismus und des Imperialismus zu kämpfen. Was uns als unmöglich verkauft wird, existiert in Nicaragua tatsächlich.“

Der erfahrene Schriftsteller und Friedensaktivist Fred Morris berichtet, wie er 2007 mit seiner Familie nach Nicaragua zog und wie „… wir uns darüber gefreut haben, mit welch unglaublichem Einsatz sich die sandinistische Regierung für die Bedürfnisse der armen Mehrheit einsetzt. >Schon ab der Grundschule ist der Unterricht kostenlos. Sie haben mehr als 40 Krankenhäuser gebaut! Sie haben das Gesundheitswesen verstaatlicht und mehr als 100 Entbindungsheime eingerichtet. Frauen haben heute in Nicaragua mehr Rechte als in allen Ländern außer vier skandinavischen. Die Hälfte des Staatshaushalts fließt in Gesundheit und Bildung. Im Jahr 2021 wurde ich stolz Staatsbürger Nicaraguas.“

Der US-Agrarwissenschaftler Nils McCune sieht das ähnlich: „Ich liebe Nicaragua, weil es mich ständig daran erinnert, wozu die Menschheit fähig ist. Wie ein Großteil Mittelamerikas ist Nicaragua voller liebevoller, fürsorglicher, fleißiger und respektvoller Menschen. Doch im Gegensatz zum Rest der Landenge haben die Nicaraguaner eine wahrhaft einzigartige historische Erfahrung gemacht – nämlich die, ihre historischen Unterdrücker besiegt und die Macht des Volkes ausgeübt zu haben. Nicht nur das, sondern die Nicaraguaner haben es erneut geschafft – zunächst vom Volksaufstand bis 1990 und nun erneut von 2007 bis heute. Und natürlich reicht dies weit über das Jahr 1979 hinaus – es ist Teil des unbeugsamen Charakters des nicaraguanischen Volkes, seit Benjamin Zeledón und Augusto C. Sandino sich erstmals gegen den US-Imperialismus auflehnten. Diese gelebte Erfahrung des Sieges des Gemeinwohls zeigt sich immer wieder in der Art und Weise, wie das nicaraguanische Volk Herausforderungen begegnet – von den täglichen Bemühungen um saubere und gesunde Wohnviertel, Schulen, Kliniken und Straßen bis hin zur Art und Weise, wie das Land seine Wirtschaft und seine Ökosysteme verwaltet. Der Glaube an das Gemeinwohl – und aneinander – prägt eine Art revolutionäre Ethik, die die nicaraguanische Gesellschaft durchdringt und Teil der Botschaft ist, die die Menschen an ihre Regierung der nationalen Einheit und Versöhnung richten und von ihr erhalten. Die Nicaraguaner glauben an sich selbst und haben immer wieder ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, Widrigkeiten zu überwinden.“

Der britische Gewerkschaftsführer Kevan Nelson erinnert sich an seine Erfahrungen beim Jubiläum am 19. Juli 2024: „Als langjähriger Unterstützer der FSLN und des nicaraguanischen Volkes freute ich mich sehr über die Gelegenheit, im Juli 2024 anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Revolution nach Managua zu reisen. Ich nahm als internationaler Sekretär der Kommunistischen Partei Großbritanniens daran teil. Es war der 45. Jahrestag der sandinistischen Revolution von 1979. Die fünfstündige Veranstaltung, an der 600 internationale Solidaritätsgäste teilnahmen, die auf dem Hauptplatz willkommen geheißen wurden, war eine Mischung aus nicaraguanischer Kultur und kraftvoller antiimperialistischer und internationalistischer Politik. Ein besonderer Gast war die palästinensische Revolutionsveteranin Leila Khalid … Ein zentrales Leitmotiv war die sandinistische Doktrin von Sozialismus, Christentum und Solidarität. Die Atmosphäre bei der Kundgebung war elektrisierend und geprägt von revolutionärer Musik, Sprechchören und einem Meer aus rot-schwarzen FSLN- und Nationalflaggen in der riesigen 100.000-köpfigen Menschenmenge, die alle Schichten der nicaraguanischen Gesellschaft und des Staates repräsentierte, deren Kern jedoch aus FSLN-Jugendlichen bestand – selbstbewusst, patriotisch, stolz und unerschütterlich im Aufbau eines alternativen politischen Systems zum ausbeuterischen Kapitalismus. Es war unvergesslich, Zeuge einer wiedergeborenen Revolution zu sein.“

Viele der Internationalisten, die sich entschieden haben, ihr Leben in Nicaragua zu verbringen, haben das Privileg der nicaraguanischen Staatsbürgerschaft erhalten. Nan McCurdy kommentiert: „Ich habe die Ehre, dank der Co-Präsidentin Rosario Murillo nicaraguanische Staatsbürgerin zu sein. Und ich habe nun eine sieben Monate alte Enkelin, die Nicaraguanerin ist … Einer der wichtigsten Gründe, warum ich die Regierung der Versöhnung und der nationalen Einheit unterstütze, ist, dass sie der Welt ein Beispiel dafür gibt, was es bedeutet, eine souveräne Nation, eine antiimperialistische Nation zu sein. Dieses Beispiel zu sehen, ist besonders entscheidend für kleine Länder, die noch immer unter der Knute der Vereinigten Staaten stehen.“

Auch die politische Aktivistin Sarah Flounders schätzt das großartige Beispiel der sandinistischen Regierung in Nicaragua: „Im Rahmen der ‚SanctionsKill‘-Kampagne wurden mir die erstaunlichen Errungenschaften Nicaraguas besonders bewusst – Errungenschaften, die trotz anhaltender US-Sanktionen erzielt wurden, die darauf abzielen, Nicaraguas Entwicklung und Modernisierung zu behindern … Entwicklung ist kein passiver Prozess. In Nicaragua scheint es Hunderte von Basisinitiativen zu geben. Meine Lieblingsfrage, wo immer ich in Nicaragua unterwegs war, lautete: ‚Was gibt’s Neues?‘ Egal, wen ich fragte, es ergoss sich ein Strom von Veränderungen und konkreten Verbesserungen – von einem besseren Busverkehr über die Bekämpfung von Nagetieren bis hin zu neuen Märkten. Niemand zuckte jemals nur mit den Schultern und schaute zu Boden. Das ist Nationalstolz und kollektiver Stolz. Die sandinistische / FSLN-Regierung schreitet mit großer Entschlossenheit voran. Ein Besuch in Nicaragua gibt jedem neue Energie, der für den Wandel kämpft und sich dafür engagiert.“

Nicaragua nimmt alle Gesten internationaler Solidarität großzügig und demütig an, wie sie durch das heldenhafte Engagement von Brian Willson verkörpert werden, der kürzlich in der Nationalversammlung im Rahmen einer Veranstaltung geehrt wurde, die die authentische Würde des nicaraguanischen Geistes zum Ausdruck brachte. In gleicher Weise äußerte sich der Ko-Präsident Comandante Daniel Ortega im Jahr 2021: „Es gibt viele Nordamerikaner, die Freunde der Völker sind, die uns schreiben, die uns ihre Solidarität bekunden, und diesen nordamerikanischen Brüdern und Schwestern sagen wir: Danke, ihr ehrt das nordamerikanische Volk …“ Und die Co-Präsidentin Compañera Rosario Murillo hebt den wesentlichen Beitrag der Solidarität hervor, wenn sie „unsere Compañeras, Compañeros, Brüder und Schwestern der schönen, intensiven Solidarität“ grüßt, „dieser großen Brüderlichkeit, die weiterkämpft und siegt, so wie wir gekämpft haben und wie wir siegen, indem wir gemeinsam eine neue, bessere Welt der Freude, der Gerechtigkeit, der Arbeit und der Freundschaft schaffen. Eine Welt des Friedens, des Friedens, des Friedens…!“

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Kurzmeldungen aus Nicaragua vom 16-07-2026

Von Nan McCurdy

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Sandinistische Aktivisten veranstalten Bootsparade auf dem Cocibolca-See

An Bord von Booten, die mit Luftballons sowie roten und schwarzen Flaggen geschmückt waren, nahmen sandinistische Aktivisten am 19. Juli anlässlich des 47. Jahrestags der sandinistischen Volksrevolution an einer Bootsparade auf dem Cocibolca-See (oft auch als Nicaragua-See bezeichnet) teil. Die Boote umrundeten den See und passierten dabei die Isletas de Granada, eine Inselgruppe aus etwa 350 kleinen Inseln. Siehe Fotos: https://radiolaprimerisima.com/2026/07/12/militantes-sandinistas-realizan-caravana-acuatica-en-el-lago-cocibolca/ (La Primerisima, 12. Juli 2026)

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Umfrage zeigt breite Unterstützung für Daniel Ortega und Rosario Murillo

Die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts M&R Consultores im Rahmen des Systems zur Beobachtung der öffentlichen Meinung (SISMO), die im Juni 2026 durchgeführt und am 15. Juli veröffentlicht wurde, zeigt, dass die Bevölkerung weiterhin eine durchweg positive Einstellung und Optimismus hinsichtlich der Richtung des Landes hegt. Die Führung der Ko-Präsidenten Daniel Ortega und Rosario Murillo erfreut sich weiterhin einer hohen Zustimmung in der Bevölkerung. Der Umfrage zufolge liegt die Zustimmungsrate für Ortega bei 88,5 Prozent. Murillos Arbeit wird unterdessen zu 86,7 % positiv bewertet. Eindeutige 88,7 % der Bevölkerung sind der Ansicht, dass die Regierung das Land in die richtige Richtung führt. Die Leistung der Regierung weckt bei 88,9 % der Bürger Hoffnung. 84,9 Prozent der Bevölkerung sind der Ansicht, dass die derzeitige Regierung „Einheit und Versöhnung unter den Nicaraguanern anstrebt“, während 10,0 Prozent glauben, dass sie zu Uneinigkeit führt. 86,3 Prozent beschreiben den Co-Präsidenten Daniel Ortega als einen „demokratischen Führer, der sich den Gesetzen des Landes verpflichtet fühlt“, während 10,6 Prozent ihn mit einem autoritären Führungsstil in Verbindung bringen. Die Sandinistische Nationale Befreiungsfront (FSLN) weist einen politischen Gesamtstimmungsindex von 85,5 % auf (85,5 % Hoffnung, 85,4 % Ruhe und 85,6 % Sicherheit). Der Gesamtindex für die Regierungsführung liegt bei hervorragenden 8,97 (auf einer Skala von 1 bis 10), womit die Bevölkerung in die Kategorie „sehr zufrieden“ fällt. Die Umfrage zeigt, dass die Politik der sandinistischen Regierung, die sich auf direkte Subventionen und Familienhilfen konzentriert, eine Wirkungsquote von 91,2 % aufweist. 93 % der Befragten bewerten Subventionen für den öffentlichen Nahverkehr positiv; Strom: 92,8 %; Propangas: 92,3 %; Trinkwasser: 92,3 %; Kraftstoff: 85,4 %. (La Primerisima, 15. Juli 2026)

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Beeindruckendes historisches Wassersystem von Tipitapa

Im archäologischen Komplex El Palmar in Tipitapa, Managua, befindet sich ein beeindruckendes historisches Wassersystem, das noch immer in Betrieb ist. Es stellt den einzigen archäologischen Beleg für antikes Wasserbauwesen in Nicaragua dar. An dieser bedeutenden archäologischen Stätte lassen sich lineare und gewundene Kanäle bzw. Aquädukte sowie zahlreiche in den Felsgesteinsverband eingearbeitete Hohlräume beobachten, die hauptsächlich aus Tuff (porösem Gestein) bestehen. Diese Kanäle dienten der gezielten Ableitung von Regenwasser aus den Ebenen, Bächen und Schluchten, das mithilfe der Schwerkraft durch die Kanäle zu Wasserreservoirs geleitet wurde.

Diese Wasserreservoirs sicherten das ganze Jahr über die Versorgung mit dem lebenswichtigen Nass, dienten aber auch als Entwässerungssystem, um Überschwemmungen und Katastrophen zu verhindern. Die Bauwerke standen zudem in direktem Zusammenhang mit dem Glaubenssystem der indigenen Bevölkerung, da sich das Wasser in den feststehenden Reservoirs in Spiegel verwandelte, die Himmelskörper widerspiegelten, und indigene spirituelle Führer dort über lange Zeiträume hinweg Beobachtungen für die rituelle Deutung von Zeit und Raum durchführten. Siehe Fotos: https://radiolaprimerisima.com/2026/07/12/el-impresionante-sistema-hidrico-ancestral-de-tipitapa/ (La Primerisima, 12. Juli 2026)

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Exporte sind um mehr als 17 % gestiegen

Nicaraguas Gesamtexporte erreichten zwischen Januar und Juni 2026 laut einem offiziellen Bericht des Ministeriums für Entwicklung, Industrie und Handel (MIFIC) einen Rekordwert von 5,1 Milliarden US-Dollar. Dieser Betrag entspricht einem Anstieg von 17,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2025. Damit haben die nicaraguanischen Exporte zum ersten Mal in der ersten Jahreshälfte die Marke von 5 Milliarden US-Dollar überschritten. Die Exporte im Rahmen der allgemeinen Handelsregelung stiegen um 3,2 %, während die Exporte aus den Freihandelszonen um 4,5 % zurückgingen. Unter den wichtigsten Exportgütern sticht Rohgold mit 1,5 Milliarden US-Dollar hervor. Es folgen Bekleidung mit 667 Millionen US-Dollar, Rohkaffee mit 629 Millionen US-Dollar und Rindfleisch mit 569 Millionen US-Dollar. Weitere Produkte, die ein herausragendes Wachstum verzeichneten, waren Silber, Rohpalm- und Erdnussöl, Bananen sowie Garnelen. Ebenso verzeichneten Kabelbäume für Automobilmotoren (430 Millionen US-Dollar) und Zigarren (232 Millionen US-Dollar) ein deutliches Wachstum. Die Zuckerexporte erreichten 146 Millionen US-Dollar und die von Milchprodukten 112 Millionen US-Dollar. Diese Diversifizierung des Exportangebots, die stark von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Bergbauprodukten und Industrieerzeugnissen getragen wird, stärkt die Widerstandsfähigkeit der nicaraguanischen Wirtschaft gegenüber internationalen Schwankungen. Mit diesen Ergebnissen bekräftigt Nicaragua seine Position als aufstrebende Exportwirtschaft in der Region – eine Tatsache, die von der ECLAC, der SECMCA und anderen multilateralen Finanzinstitutionen bestätigt wird – und schafft damit Deviseneinnahmen, Arbeitsplätze und Entwicklung für nicaraguanische Familien. (Informe Pastran, 10. Juli 2026)

Über 2.000 Häftlinge sollen ihre Strafe zu Hause verbüßen

Die Ko-Präsidentin Rosario Murillo kündigte an, dass mehr als 2.000 männliche und weibliche Häftlinge im nationalen Strafvollzugssystem die gesetzliche Möglichkeit erhalten werden, ihre Haftstrafen zu Hause zu verbüßen. In ihrer Ansprache im Fernsehsender Kanal 4 erklärte sie, dass dies am Freitag, dem 17. Juli, geschehen werde – einem Tag, der als „Tag der Freude“ bezeichnet wird, da Somoza an diesem Tag im Jahr 1979 das Land verlassen hatte. (La Primerisima, 13. Juli 2026)

Kardinal Brenes trifft sich mit dem Papst und prangert Fake News gegen die Kirche an

Nachdem Kardinal Leopoldo Brenes, der Erzbischof von Managua, Seine Heiligkeit Papst Leo XIV. persönlich über die Realität der katholischen Kirche in Nicaragua informiert und Fotos sowie Videos der zahlreichen religiösen Feierlichkeiten vorgelegt hatte, um die Teilnahme der Gläubigen zu belegen, wurde deutlich, dass die Vorwürfe einer angeblichen Verfolgung der Kirche unbegründet sind. Der Kardinal erklärte: „Es ist, wie der Heilige Vater oft gesagt hat: Lasst uns vor Fake News auf der Hut sein, und die beste Nachricht, die wir finden können, ist das Wort Gottes; lasst uns also auf das Wort hören und nicht auf bestimmte Medien, die diese Fake News verbreiten, um Unruhe zu stiften, die Wahrheit zu verzerren und Chaos unter uns und in unseren Familien zu stiften.“ (El 19 Digital, 7. Juli 2026)

75 Familien erhalten Wohnungen in Chinandega

Anlässlich des 47. Jahrestags der sandinistischen Volksrevolution übergab die Regierung über das Institut für städtischen und ländlichen Wohnungsbau (INVUR) 75 Familien die Schlüssel für neue Wohnungen in der Wohnsiedlung Germán Pomares in Chinandega. Dieses Projekt steht für die Verwirklichung des Rechts auf angemessenen Wohnraum und für das Engagement für soziale Gerechtigkeit. Die Häuser mit 170 Quadratmeter großen Grundstücken verfügen über zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, ein Esszimmer, eine Küche, eine Veranda, einen Waschraum sowie durchgehend hochwertige Ausstattungsmerkmale: Keramikfliesenböden, geflieste Badezimmer, Gipskartondecken, eine komplette Elektroinstallation, LED-Beleuchtung und Zufahrten. Die Siedlung verfügt über alle grundlegenden Versorgungsleistungen: Wasser- und Stromanschluss, Straßenbeleuchtung, asphaltierte Straßen, Gehwege, eine Umzäunungsmauer, ein Zugangstorhaus, einen Park, Solarbeleuchtung, einen Mehrzweckplatz sowie Spielbereiche für Kinder. Gabriela Palacios, Co-Direktorin von INVUR, erklärte: „Im Rahmen dieses 47. Jahrestags der sandinistischen Volksrevolution erhält dieses Projekt eine tiefere Bedeutung; diese 75 Häuser stehen für neue Siege des Volkes, sie stehen für die Errungenschaft von Frieden, sozialer Gerechtigkeit und dem unveräußerlichen Recht der Familien auf ein würdiges und angemessenes Zuhause, für das ‚El Danto‘ gekämpft hat.“ Germán Pomares, „El Danto“, war ein Gründer und Held der FSLN, der im Mai 1979 in Jinotega im Kampf fiel. (Informe Pastran, 10. Juli 2026)

„An der Karibikküste feiern wir jeden Tag Siege“

Der Präsidialbeauftragte Johnny Hodgson gab einen historischen Überblick und erinnerte daran, dass die indigenen und afro-stämmigen Völker der Karibikküste vor dem Triumph der sandinistischen Revolution im Jahr 1979 unsichtbar gemacht und ausgegrenzt wurden. „Praktisch gesehen waren wir eine britische Kolonie und dann praktisch eine Kolonie Nicaraguas, geprägt von Ausgrenzung und der Sichtweise, dass Vielfalt ein Hindernis für die Entwicklung sei“, stellte er fest. Eine der großen Stärken der Revolution bestand darin, Vielfalt nicht als Problem, sondern als „großen Reichtum“ anzuerkennen. Nicaragua war das erste Land Lateinamerikas, das sich in seiner Verfassung als multiethnisch erklärte und mit der Revolution an der Karibikküste die Autonomie festschrieb. „Wir haben die nationale Einheit durch die Anerkennung der Vielfalt geschaffen. Interkulturalität war eine der ersten großen Errungenschaften der Revolution an der Karibikküste“, erklärte er.

Dazu gehören die Anerkennung von Rechten, die vollständige Inklusion, die Bürgerbeteiligung durch vorherige, freie und informierte Konsultation sowie die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse durch das „Mutter-Erde“-Programm, Ernährungssouveränität, zweisprachige interkulturelle Bildung, ein interkulturelles Gesundheitsmodell, Wohnraum, Verkehr, Strom, Trinkwasser sowie die Entwicklung der Agrarindustrie, der Fischerei und des Bergbaus. Hodgson hob bedeutende materielle Errungenschaften hervor, wie Straßen in 19 Gemeinden an der Karibikküste, Strom, Trinkwasser, Universitäten in den Gemeinden, den Bau von Krankenhäusern, darunter das neue Regionalkrankenhaus in Bluefields und eines in El Tortuguero, sowie Wohnungsbauprojekte. „Die Interkulturalität hat es uns ermöglicht, Frieden und das Zusammenleben in der Gemeinschaft zu gewährleisten und die Armut zu verringern. Heute fühlen sich die Menschen an der Karibikküste in allen Bereichen einbezogen: bei Produktionsprogrammen, beim Straßenbau und an den Universitäten“, erklärte er. Er lobte zudem den kulturellen Austausch. „Die Kulturen und Traditionen der Völker an der Karibikküste sind Teil der nationalen Kultur und Identität und bereichern diese. Feste wie das ‚Palo de Mayo‘ werden mittlerweile im ganzen Land gefeiert und stärken so die nationale Einheit“, sagte er. (Informe Pastran, 10. Juli 2026)


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